Die Natur, ein Akt der Balance

Wie kann es zu so einer Pandemie überhaupt kommen?

Diese Frage beschäftigt mich und sicher viele andere momentan sehr.

Die Antwort ist einerseits recht einfach und andererseits von so vielen Faktoren abhängig.
Für die Verbreitung braucht es erstens ein Virus das ansteckend ist. Je ansteckender desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Pandemie. Zweitens braucht es Menschen die dieses Virus verbreiten. Lokal im Linienbus und im Einkaufszentrum oder beim Feiern, sowie im Büro. Eben dort wo Menschen auf Menschen treffen.
Doch wie gelangen solche neue Viren den erst an den Menschen? Die Viren die dem menschlichen Immunsystem der Masse schon bekannt ist, stellt durch die Immunität keine große Gefahr dar, also muss ein solches Virus irgendwo von aussen kommen.

Jede einzelne Waldrodung, Bebauung von großen unberührten Naturflächen und Trockenlegung von Gebieten sowie jeder neue Abbau von Rohstoffen birgt die Gefahr, dass Tiere dort ihren Lebensraum verlieren und fliehen müssen. Man beobachtet häufig, dass wilde Tiere sich plötzlich in Städten wiederfinden. Mit sich schleppen sie Parasiten, Viren, Bakterien, Pilze und andere Probleme.
Wenn eine Entenfamilie vom Waldsee zum See im Stadtpark fliehen, stellt es meist keine besondere Gefahr dar, doch wenn im unerforschten Amazonas Tiere in die Stadt fliehen, kann es durchaus passieren, dass sie auch tropische Krankheiten im Gepäck haben. Wenn diese dann in Kontakt mit dem Menschen, oder durch andere von Menschen gehaltenen Tiere wie Vieh oder Geflügel, kommen, gelangt beispielsweise ein Virus ungehindert zum Menschen.

Wo genau das Coronavirus Covid-19 herkommt scheint keiner wirklich zu wissen. Experten hört man sage es sei neu entstanden indem bestimmte Schlangen- und Fledermausarten zu dicht beieinander gehalten worden sind (Tiermarkt Wuhan) und bei der Zubereitung habe das Virus dann den ersten Menschen infiziert.
Ob dies nun genau so war oder ähnlich anders, denke ich lässt sich kaum noch zurückverfolgen. Aber das Viren so neu entstehen können ist sehr gut möglich.
Zumindest weist es darauf hin, dass der Mensch die Natur nicht so behandeln darf wie er es in den letzten 200 Jahren getan hat!

Die Natur hat uns jetzt mehr oder weniger Hausarrest gegeben, weil wir sie falsch behandeln. Und doch hat sie dieses Mal noch kein Virus auf uns gehetzt, dass jeden zweiten infizierten tötet.

Der Mensch, die Regierungen und Machthaber müssen auf globaler Ebene begreifen, dass menschliche Zivilisation kein Projekt ohne Limit ist!
Immer weiter, höher und schneller birgt für den Menschen uneinschätzbare Gefahren.

Jede Aktion bringt eine Reaktion. Heute ist der Regenwald auf etwa 25% seiner Ursprünglichen Größe abgeholzt worden. In den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten wird es, wenn sich an dem Vorgehen nichts ändert, keinen Regenwald geben. (Wenn er sich nicht selber mit einer tödlichen Seuche zur Wehr setzt). Aber auch dieses Abholzen wirkt sich auf das Klima aus.

Ja auch der Klimawandel spielt eine erhebliche Rolle in diesem Akt der Balance.
Die Hintergründe werden aktuell auch sehr heftig diskutiert. Das Umdenken und die Umsetzung der Klimaziele sind langwierig und können nur Schritt für Schritt umgesetzt werden, da hier viele Arbeitsplätze verloren gehen werden und andere erst erschaffen werden müssen.

Ein weiteres Problem:
Momentan sieht die Entwicklung der Weltbevölkerung so aus: Alle 12 Jahre vermehrt sich die Menschheit um eine Milliarde. Das führt nicht nur irgendwann, sondern jetzt schon zu gewaltigen Problemen. Laut Unicef haben 2,2 Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das trinken von unsauberem Wasser führt immer wieder zum Ausbruch von Cholera.

Järhlich kommt es bis zu 4 Millionen Cholerafällen, wovon Jährlich bis zu 143´000 Menschen sterben.


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